Anleitungen für das Gießen von Opalweiß Nr.300

Opalweiß Nr. 300 ist ähnlich wie Goldrubin Nr. 221 eine Anlauffarbe, nur dass bei der Hitzebehandlung in einem bestimmten Temperaturbereich die Partikel anstelle von größeren Goldzusammenballungen Bleiphosphattröpfchen bilden. Während sie in Größe und Anzahl wachsen, beeinträchtigen sie die Transparenz. Das Ergebnis sind unterschiedliche Grade weißer Halb-Durchsichtigkeit oder satter Opazität.

Wir stellen das Rohmaterial in transparentem Zustand zur Verfügung, in dem das Potential zur Opazität latent ist. Es ist mit einer sehr kleinen Menge Neodymiumoxid versetzt, so dass wir es vom Transparent Nr. 210 unterscheiden können. Es benötigt Hitzebehandlung bei einer bestimmten Dauer und Temperatur, um verschiedene Grade von Opazität zu entwickeln.

Verflüssigen Sie das Glas in der Form bei der Temperatur, die auch für den Rest unserer Gußgläser üblich ist, d.h. bei 800-850oC (1470-1580oF). Senken Sie die Temperatur dann auf 620-650oC (1150-1200oF). Halten Sie diese Temperatur für mindestens 15-30 Minuten. Es ist schwierig, genaue Vorschriften über einzuhaltende Zeiten und Temperaturen zu geben aufgrund der individuellen Parameter des Brennofens, der Heizelementposition und -genauigkeit sowie der Formendicke. Es ist eine gute Idee, anfangs in kleinerem Rahmen zu experimentieren, idealerweise mit Proben, die bei Anlauftemperaturen aus dem Ofen genommen und visuell inspiziert werden können. In Abhängigkeit von Zeit und Temperatur können mit Opalweiß Effekte erzielt werden, die von Lichtdurchlässigkeit (sehr ähnlich im Aussehen wie Lalique) bis zu einem satten weißen Opal reichen. Die Reaktionszeiten von Blöcken und Fritten sind unterschiedlich.

Es gibt eine Grenze, bis zu der das Opalweiß/ Opalphänomen erreicht werden kann, wenn das Glas mit anderen Farben gestreckt wird. Wenn Sie in einem Becken mischen, versuchen Sie nicht über 3 Teile Opalweiß mit einem Teil einer anderen Farbe hinauszugehen.

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