Der Trident-Verschmelzungstest

Der Trident-Verschmelzungstest besteht aus einer einfachen Glas-mit-Glas-Verschmelzung, die verwendet wird, um den Ausdehnungsunterschied zwischen verschiedenen Gläsern zu messen. Henry Hagy erfand den Trident-Verschmelzungstest in der Mitte der 70er Jahre, als er als leitender Glaswissenschaftler bei Corning Engineering tätig war. Er bewies, dass etwaige verbleibende Kühlspannung sehr genau mit einer Trident-Verschmelzung und einem Polarimeter bestimmt werden kann. Dieses Verfahren entwickelte sich zu der bei Corning standardmäßig gebrauchten Methode zur Messung thermischer Fehlanpassung zwischen Gläsern. Der Trident-Verschmelzungstest hat mittlerweile die alten Stoßverschmelzungen [butt seals] und/ oder Sandwichverschmelzungen abgelöst, die viel arbeitsintensiver und weniger genau waren.

Gaffer Glass verwendet den Trident-Verschmelzungstest auch bei all seinen Glasschmelzen, um die Kompatibilität innerhalb des Bereiches ±0.5 x 10-7 zwischen seiner gesamten Farbpalette zum Glasblasen und seinen klaren Mustergläsern sicherzustellen. Die klaren Mustergläser für Glasbläser werden von Philips hergestellt und als pelletiertes Gaffer Glasgemenge Nr. 3300 oder Nr. 4433 angeboten.

Das klare Musterglas für unsere Gußgläser stellen wir selbst unter der Bezeichnung Gaffer Glass Nr.# 210 her.

Alle unsere Gußglasfarben sind kontraktionskompatibel auf einen Koeffizienten, der unter 0.5 x 10-7 Toleranz liegt.

Der Trident-Verschmelzungstest ist viel empfindlicher als der Vergleich dilatometrischer Daten, da er verschiedene Entspannungsviskositäten, Sollwertschätzungen, Oberflächenspannungen und Youngs Modul berücksichtigt. Poisson Verformungsanpassungen sind nicht notwendig.

Indem mit einem Polarimeter durch den mittleren Stab geschaut wird, nachdem man sorgfältig auf Entspannung geachtet hat, kann genau geschätzt werden, welcher Grad an Spannung oder Kompression auf den mittleren Stab durch die beiden äußeren Stäbe ausgeübt wird.

Gaffer Glass UK Ltd bietet einen kostenlosen Trident-Verschmelzungsservice an, bei dem die Kompatibilität Ihrer eigenen klaren Rezeptur mit unserem Farbglas gemessen wird. Senden Sie uns Ihre Testproben zu unserem Vertriebspartner in Portsmouth. Wir benötigen einen Stab oder eine Stange mit 2-3 mm Durchmesser, weder unrund noch konisch, und ungefähr 150mm (6”) lang, um den Test genau durchführen zu können. Außerhalb des Bereiches des Trident-Verschmelzungstests, (d.h. bei ungefähr 4 AK Punkten), kann eine sehr grobe Schätzung mit Faden- und Ringtests erfolgen. Es ist hilfreich, wenn Sie uns Ihre Rezeptur schicken, so dass wir vor Testbeginn Eigenschaften theoretisch berechnen können. Die Resultate unseres internen Computerprogrammes werden ebenfalls als kostenloser Service angeboten. Theoretisch berechnete Eigenschaften liefern Viskositäts- und Kontraktionsergebnisse. 

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